Kognitive Verhaltenstherapie

Die kognitive Verhaltenstherapie geht davon aus, dass unser Denken, Fühlen und Handeln durch viele verschiedene Faktoren beeinflusst wird. Dazu gehören zum Beispiel:

  • unser Körper und unsere biologische Veranlagung
  • unsere Gedanken und Überzeugungen
  • unsere Gefühle
  • unsere Erfahrungen und Beziehungen
  • unsere aktuelle Lebenssituation

All diese Bereiche wirken zusammen. Man spricht hier vom sogenannten biopsychosozialen Modell.

Schon von klein auf (und möglicherweise sogar schon vor der Geburt) lernen wir ständig dazu. Diese Lernprozesse prägen unsere Persönlichkeit und beeinflussen, wie wir die Welt erleben und wie wir uns verhalten. Gleichzeitig wirkt sich unser aktuelles Verhalten auch wieder auf unsere Zukunft aus – wir stehen also in einem ständigen Wechselspiel mit uns selbst und unserer Umwelt.

Psychische Gesundheit bedeutet in diesem Zusammenhang, dass ein gutes Gleichgewicht zwischen diesen Bereichen besteht. Das zeigt sich darin, dass wir uns im Alltag grundsätzlich wohlfühlen und mit Herausforderungen umgehen können.

Ein wichtiger Grundgedanke der Verhaltenstherapie ist:


Verhalten ist erlernt und kann deshalb auch wieder verändert werden.

Das gilt nicht nur für hilfreiche Verhaltensweisen, sondern auch für Probleme oder psychische Beschwerden. Diese entstehen nach denselben Lernprinzipien wie „normales“ Verhalten – sie sind also verständlich und veränderbar.

Die kognitive Verhaltenstherapie basiert dabei auf wissenschaftlichen Erkenntnissen aus verschiedenen Bereichen, wie zum Beispiel:

  • der Psychologie (z. B. Lernen, Denken, Emotionen, Beziehungen)
  • der Medizin (z. B. Gehirn und Nervensystem)
  • sowie weiteren Forschungsfeldern wie der Biologie